Mittwoch, 6. Januar 2010

Ein "kurzer" Reisebericht

So jetzt wie versprochen der Reisebericht  ... wie ihr ja alle gemerkt habt war an unserem Starttag (2. Jan.) nicht gerade das beste Wetter in Deutchland, aber wir hatten ja keine Wahl, wir mussten los. Also sind wir 2 Stunden eher als geplant losgefahren. Das Wetter entpuppte sich als besser, als gedacht. Bis kurz vor Rostock gab es eigentlich keine Probleme, nur dann wurde es richtig neblig und man hat teilweise nichts mehr gesehen. Achso, solltet ihr mal nach Rostock fahren mit dem Auto nehmt euch viel Unterhaltung mit, denn es gibt rechts und links von der Fahrbahn nicht viel zu sehen. Allerdings haben wir auf dieser Fahrt etwas wichtiges gelernt, Frauen können wirklich nicht räumlich denken ... Ronny ist bald verrückt geworden, weil wir immer die Spuren gewechselt haben, wenn wir ein Räumfahrzeug gesehen haben, um dann festzustellen, dass es auf der anderen Spur fährt. Einmal kam uns ein Auto mit nur einem Licht entgegen, da ist uns ganz schlecht geworden, denn wir dachten es ist ein Falschfahrer auf unserer Seite, aber falscher Alarm, es war die Gegenspur ... Ronny war schon verwirrt, denn wir haben plötzlich so stark gebremst. Wir lernen also daraus  mit Frauen in Kolonne fahren ist nicht so einfach. Wir sind dann ungefähr 2 Stunden zu früh an der Fähre, angekommen, konnten uns aber schon am Check-in anstellen und es gab Toiletten!!! (warum das wichtig ist lest ihr später). Als es dann nun endlich begann mit dem Check-in, mussten wir erschreckend feststellen, dass Ronny nicht in seinem Auto war ... 2 Stunden hat er Zeit gehabt und geht dann auf Toilette, wenn der Check-in beginnt ... großartig!!! Die nächste Überraschung wartete aber schon ... die Fährgesellschaft hatte einen falschen Name von Ilona gespeichert ... darf ich vorstellen ... meine neue Freundin Lona. Die Fährfahrt bestand dann zum Großteil aus schlafen, an einem Tisch in der Cafeteria. Aber es ist erstaunlich, wir konnten uns sogar etwas zu Essen auf der Fähre leisten. 6 Stunden später sind wir dann in Trelleborg angekommen und der Albtraum begann. Kaum von der Fähre runter haben wir Ronny verloren ... das war aber noch kein Problem, haben uns einfach an der nächsten Tankstelle getroffen. Kaum waren wir losgefahren, fiel bei Ronny auch schon der erste Scheinwerfer aus, das hieß also für uns einen Parkplatz suchen und Lampe reparieren. Es ging dann aber relativ zügig weiter. Naja wir sagen jetzt mal nur soviel schon im Hellen war Schweden nicht der Kracher (zumindest dort wo wir lang gefahren sind) und im Dunkeln wurde es nur noch schlimmer, die Beschilderung wurde von Kilometer zu Kilometer schlechter und weniger und die McDonalds dreckiger ... naja aber auch knapp 700 km haben mal ein Ende und man kommt in Stockholm an, wo man sich nichts mehr wünscht als eine Toilette und einen warmen Ruheraum am "Fährhafen", aber weit gefehlt, beides gab es nicht. Wir haben dann ein Dixiklo gefunden auf dem Gelände und auch gleich eingeweiht, keine Ahnung ob man das durfte, aber uns war es egal. "Gott sei dank" waren es ja nur 4,5 Stunden bis zum Check-in ... also gute Chancen im Auto zu erfrieren. Naja aber auch das haben wir überlebt ... 7:40 ging es dann endlich auf die Fähre und damit in unsere Kabine (die war wirklich richtig toll für den Preis von 16€, sogar mit Dusche und WC), wo wir erstmal einen mehrstündigen Schlaf hinter uns gebracht haben. Man tat das gut. Dann haben wir das Schiff mal unsicher gemacht (wir waren Essen und im Duty Free Shop). Die Kartoffelspeisen waren echt süß und haben so naja geschmeckt und ihr kennt uns ja alle gut genug, um zu wissen wir essen nicht alles. Im Duty Free Shop wo der Alkohol besonders billig sein soll sind uns dann fast die Augen rausgefallen ... die Preise waren gut das Doppelte im Vergleich zu Deutschland. So das war aber dann auch schon unsere Zeit außerhalb vom Schlafdeck, denn wir haben uns dann lieber nochmal 2 Stunden hingelegt. Als wir dann in Turku angekommen sind ging die Sch**** erst richtig los. Wir haben Ronny wieder einmal verloren, aber diesmal konnten wir nicht dem Navi folgen, denn es hat auch nicht funktioniert. Es war der Meinung sein GPS bräuchte nicht länger an zu sein. Also mussten wir erstmal per Handy klären wo wir uns wieder treffen (an der ersten Tanke auf der E8) und da hat es der liebe Gott mal echt gut gemeint ... in dem Moment wo wir auf die E8 fahren wollen fährt Ronny auf der E8 an uns vorbei, so dass wir direkt hinter ihm rausgekommen sind. Dann wollten wir gerne tanken, mussten aber leider feststellen, dass der Automat an der schon geschlossenen Tankstelle (20Uhr) keine ausländischen Kreditkarten akzeptiert ... naja das war nicht sonderlich schlimm haben einfach die nächste genommen. Leider haben wir bei der Auffahrt zurück auf die E8 Ronny wieder verloren und den Tankdeckel offen gelassen. Na gut auch das haben wir wieder hinbekommen. Dumm war nur das ab dort (noch 300 km bis zum Ziel) die Straße sehr glatt war und der Schnee bei der Fahrt immer aufgewirbelt wurde, so dass man nichts mehr gesehen hat (besonders wenn uns LKWs überholt haben oder entgegengekommen sind). Ja ihr lest richtig wir wurden von LKWs überholt ... die Finnen fahren als gäbe es kein Morgen. Jetzt wissen wir warum hier gute Rennfahrer entstehen. Manchmal dachten wir auf den Kilometern ohne Zivilisation schon bald kommt eine Stadt, weil es am Horizont so hell war, wir mussten dann allerdings feststellen, es handelte sich um ein Gewächshaus, so ein hell beleuchtetes Gewächshaus findet man bei unseren Strompreisen wohl nicht. Außerdem lassen hier fast alle die Weihnachtsbeleuchtung die ganze Nacht brennen. Irgendwann waren wir dann aber in Vaasa (2 Uhr) und wurden von Hanna unserer Koordinatorin begrüßt und sie hat uns die Schlüssel für unsere Zimmer gegeben. Sie meinte sie kennt keine anderen Mädchen die jemals mit dem Auto nach Vaasa gekommen sind (wir sind also die beiden einzigen die einen Knall haben) aber wir hatten ja noch Ronny, dem wir dafür echt dankbar sind. Als wir die Autos dann ausgeladen hatten, haben wir noch die Betten geputzt und bezogen und das Bad einer groben Reinigung unterzogen und sind dann nur noch tot ins Bett gefallen. So den ersten und zweiten Tag schildern wir euch später ...wenn ihr bis hierher durchgehalten habt mit lesen, scheint ihr euch wirklich für uns zu interessieren ;-)
Dafür als Belonung jetzt Bilder:


Anreise

Kommentare:

  1. Hallo ihr Drei,

    ich muss gestehen, ich habe die Bilder-Belohnung vorweg genommen ;-) und dann den Text gelesen. Sind wirklich tolle Fotos geworden. Der Bericht ist echt gut und vor allem amüsant geschrieben. Weiter so! ;-)

    Euch alles Gute!

    Viele Grüße aus Chemnitz, auch an Ronny und Lona!! ;-D

    Ben

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  2. Bloß gut, dass ihr mir bei den Telefonaten auf eurer Fahrt die Details verschwiegen habt, sonst wäre ich vielleicht nicht gesund über die zwei Tage gekommen.

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  3. Ich bin froh, dass ihr gesund und munter angekommen seit, trotz kleiner Schwierigkeiten ;)

    Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß........und meine Freundin Lona :O)......ICK VERMISSE DICH AUCH

    Grüße Anma

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  4. Ich freue mich auch sehr,dass ihr gut in Vaasa angekommen seit^^ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit und gaaaanz viel spaß^^
    Liebeb grüße,
    Jule

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